Sie waren verschwunden aus Deutschland. Verfolgt, bejagt, zurückgedrängt. Nun kehren sie zurück: Wolf, Uhu, Biber, Luchs und andere. Manche aus eigener Kraft, andere mit menschlicher Unterstützung. Zeit sie wieder kennenzulernen, unsere neuen alten Mitbewohnern.
Es gibt auch gute Nachrichten dieser Tage. Eine von ihnen ist: mehr und mehr Wildtiere kehren zurück nach Deutschland. Dahinter stehen Jahrzehnte unermüdlicher Naturschutzarbeit.
Doch wie reagieren wir als Gesellschaft heute, wenn Natur unbequem wird? Wenn sie nicht nur nützt, sondern Raum beansprucht, Konflikte auslöst, Ängste wachruft? Was geschieht, wenn Wildtiere zurückkehren, deren Nähe wir nicht mehr gewohnt sind? Und wie können wir damit umgehen?
Welchen Platz hat Wildnis in unserer Gesellschaft? Und was verlieren wir, wenn wir sie immer wieder zurückdrängen?
Wölfe - zwischen Mythos und Realität
Nach über 150 Jahren ist der Wolf zurück in Deutschland. Und zurück heißt in seinem Fall auch: er ist wieder Teil des Jagdrechts. Ist das ein nötiger und sinnvoller Weg des Umgangs mit Prädatoren? Und wie gestalten andere Länder das Zusammenleben mit ihnen?
Der Uhu - Comeback der größten Eule Europas
Es ist einer der spektakulärsten Erfolge des deutschen Artenschutzes: nachdem der Uhu in Deutschland nahezu ausgerottet war, haben sich die Bestände in den letzten Jahrzehnten rasant erholt. Doch das Leben in der Kulturlandschaft bringt für Europas größte Eule weiterhin Herausforderungen mit sich.
Der Luchs - Rückkehr mit Hindernissen
Im 19. Jahrhundert wie auch der Wolf vollständig ausgerottet, kehrt auch die größte Wildkatze Europas langsam und leise zurück in unsere Wälder. Doch trotz erfolgreicher Wiederansiedlungen im Bayerischen Wald und im Harz sind die Bestände noch lange nicht stabil. Und nicht jeder ist von der Rückkehr des Luchses begeistert.
Vom Vogel der Weisheit zum Todesboten: der Steinkauz
Vom Wappentier der Göttin Athene zum Vorboten des Todes: der Steinkauz hatte wie viele Greifvögel und Prädatoren in den letzten Jahrhunderten ein Imageproblem. Vor allem aber wegen des Verlusts natürlicher Habitate war er schließlich aus der deutschen Kulturlandschaft so gut wie verschwunden. Dank neuer Schutzprojekte besiedelt der Höhlenbrüter nun langsam wieder alte Streuobstwiesen - so etwa im Süden Brandenburgs.